Programm
Digital Plant Kongress

Die Agenda zum Digital Plant Kongress 2017 am 11./12. Oktober 2017 in Würzburg wird gerade erstellt. Sollten Sie Interesse haben ein Vortragsthema einzureichen, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt  auf.

Werfen Sie auch gerne einen Blick auf das Vortragsprogramm des
Digital Plant Kongress 2016:

Mittwoch, 5. Oktober 2016

10:00 Uhr
Registrierung und Besuch der Ausstellung
10:30 Uhr
Begrüßung und Einführung des 1. Tages: Digitales Lifecycle Management
10:40 Uhr
Herausforderungen und Chancen der Digitalen Vernetzung im Lifecycle einer Prozessanlage - Ein Change Prozess
Referent: Robert Salje | PwC Strategy& (Germany) GmbH
11:10 Uhr
Digital Plant im Lifecycle – Die Digitale Anlage als Teil von Industrie 4.0 mehr
  • Die Digitale Anlage als Teil von Industrie 4.0
  • Fokus Changemanagement -  Erfahrungen bei der Implementierung neuer Methoden
  • Fokus Lifecycleorientierung - Blick eines Chemieanlagenbetreibers auf die Vernetzung digitaler Werkzeuge

BASF verfolgt das langfristige Ziel von "Digital Plant – zu jeder realen Anlage soll ein vollständiges digitales Abbild aus intelligent vernetzten Daten verfügbar sein. Aus dem Blick eines Chemieanlagenbetreibers stellen sich dabei zwei große Herausforderungen: Wie können digitale Werkzeuge intelligent vernetzt werden ? Wie gestaltet sich die Realisierung des damit notwendigen Changes ? Über den gesamten Asset Life-Cycle hinweg werden neue, digitale Prozesse implementiert – dies erfordert Mitarbeiter, die sich auf die entsprechenden Veränderungen einlassen. Dies erfordert jedoch auch gleichzeitig eine Systemlandschaft, die ein solch integriertes und vernetztes Arbeiten effizient möglich macht.
Die Erfahrung aus verschiedenen Pilotanwendungen zeigt zum einen die Handlungsfelder, zum anderen jedoch auch die Möglichkeiten und Potentiale durch den Einsatz digitaler Methoden.

Referent: Michael Höchel | BASF

seit 11/2015: Projekt Digital Plant; Projektleiter seit 04/2016, BASF SE;
10/2010 bis 10/2015: Head of Engineering & Maintenance, BASF Lampertheim GmbH
10/2006 bis 09/2010: Senior Construction Manager, BASF SE
10/2003 bis 09/2006: Planungsmanager, BASF SE
04/2001 bis 09/2003: Instandhaltungsingenieur , BASF SE
09/1996 bis 03/2001: Entwicklungsingenieur, BASF SE
10/1992 bis 08/1996: Diplomstudium (FH) Verfahrenstechnik, Hochschule Mannheim

11:40 Uhr
Digitalisierung entlang des Plant Lifecycles - neue Geschäftsfelder für Linde Engineering? mehr
Linde Engineering als Teil der Linde AG kann sich im Markt positionieren als Anlagenbauer mit Betreiber-Knowhow im Hintergrund. Durch die Schwester-Division Linde Gas haben wir eine enge Verbindung zum Betrieb der Anlagen und können den Rückfluss aus Operations für die kontinuierliche Verbesserung des Designs der Anlagen nutzen.

Im Rahmen verschiedener Initiativen und Überlegungen wird versucht, durch die Digitalisierung der Prozesse entlang des Lebenszyklus der Anlage eine deutlich vereinfachte, verbesserte und nachvollziehbarere Methodik zu etablieren, Ergebnisse zu übertragen, auszuwerten und zu speichern.

Dies beginnt im frühen Stadium der Anlagenplanung mit Vergleichen von Designs mit erprobten Standard-„Katalog“-Designs, über die verbesserte Kontrolle während der Projektabwicklung und stringentem Data-Management bis hin zu Lebenszeit-Analysen einzelner kritischer Komponenten wie Wärmetauscher oder Kompressoren.

Davon erhoffen wir uns, wertvolle Informationen für weiterführende Geschäftsfelder, die wir künftig unseren Kunden als weiterführende Services anbieten können.

Referent: Martin Rittmeister | Linde AG

Studium der Verfahrenstechnik an der TU München, Abschluss Dipl. Ing 1996
Seit 1999 beschäftigt bei Linde Engineering, davor in der Halbleiterindustrie
Zuständig für den IT Bereich für Engineering Systeme, Datamanagement und Projektabwicklung
Ausschuss-Vorsitzender für Rechnergestützte Anlagenplanung in der Dechema

12:10 Uhr
Spotlightsession
12:20 Uhr
Pause/Networking und Besuch der Ausstellung

World Cafés - Runde 1

13:20 Uhr

World Cafés - Runde 1
1. Software vs. Hardware: warum stimmen Daten und Anlagenwirklichkeit nie überein? – Auswirkungen und mögliche Gegen-Strategien
Referent: Jürgen Stienemeier | Evonik

- geboren 1967 in Dortmund
- verheiratet, zwei Töchter
- Hochschulabschlüsse als Dipl.-Ing. Elektrotechnik und Dipl. Wirtsch.-Ing.
- von 1992 bis 1998 bei der Mannesmann Demag Hüttentechnik als Projektingenieur in Planung und Bau von Stahlwerken und Hochöfen in Deutschland, Indien und China
- seit 1998 bei der Degussa AG / spätere Evonik Industries AG
- von 1998 bis 2006 Mitarbeit und Leitung verschiedener Neu- und Umbau-Projekte an Standorten der Evonik Industries AG in Deutschland und Belgien
- von 2006 bis 2012 in Shanghai/China Leiter der Betriebstechnik der Evonik Multi User Site China (MUSC) im Shanghai Chemical Industry Park (SCIP)
- seit 2012 Leiter der Abteilung Technische Applikationen in der Service Unit „Process Technology & Engineering“, verantwortlich für die Bereitstellung und den Betrieb der für die Verfahrenstechnik und den Anlagenbau benötigten Softwareausstattung und IT-Infrastruktur

2. Verschiedene Planungstools, einheitliche Instandhaltungsstrategie in einer Firma – Lösungsfindung in Big Data
Referent: Ralph-Harry Klaer; Bayer Technologie Services | ProcessNet Arbeitskreis: Laserscanning & Virtuelle Realität

geboren 1958: Bendorf am Rhein, Deutschland; 1983 - 1987: Studium der Verfahrenstechnik an der heutigen Hochschule Niederrhein; Seit 1987: Rohrplanungsingenieur für die Bayer AG; Verantwortlich für Rohrleitungsplanung in verschiedenen Projekten, zunächst für die Bayer AG in Deutschland, später für verschiedene Töchter der Bayer AG in Europa. Von 1997 bis 2002 verantwortlich für das Piping in Schlüsselprojekten der Bayer AG 2003 bis 2006 verantwortlich für die technische Spezifikation von Projekten der Bayer Material Sience in der VR China; Seit 2007: Verantwortlich für Rohrleitungsberechnungen und Spezifikationen bei der Bayer Technology Services GmbH

World Cafés - Runde 2

13:35 Uhr

World Cafés - Runde 2
1. Große Projekte große Softwarelösung, Kleine Projekte kleine Softwarelösung? – Stimmt die Formel tatsächlich?
Referent: Ralph-Harry Klaer; Bayer Technologie Services | ProcessNet Arbeitskreis: Laserscanning & Virtuelle Realität

geboren 1958: Bendorf am Rhein, Deutschland; 1983 - 1987: Studium der Verfahrenstechnik an der heutigen Hochschule Niederrhein; Seit 1987: Rohrplanungsingenieur für die Bayer AG; Verantwortlich für Rohrleitungsplanung in verschiedenen Projekten, zunächst für die Bayer AG in Deutschland, später für verschiedene Töchter der Bayer AG in Europa. Von 1997 bis 2002 verantwortlich für das Piping in Schlüsselprojekten der Bayer AG 2003 bis 2006 verantwortlich für die technische Spezifikation von Projekten der Bayer Material Sience in der VR China; Seit 2007: Verantwortlich für Rohrleitungsberechnungen und Spezifikationen bei der Bayer Technology Services GmbH

2. Wie verändert Industrie 4.0 die Arbeit der Ingenieure? – Die Zukunft des Ingenieurberufs im Zeitalter von Smart Data, Cloud und Mobile Devices
Referent: Jürgen Stienemeier | Evonik

- geboren 1967 in Dortmund
- verheiratet, zwei Töchter
- Hochschulabschlüsse als Dipl.-Ing. Elektrotechnik und Dipl. Wirtsch.-Ing.
- von 1992 bis 1998 bei der Mannesmann Demag Hüttentechnik als Projektingenieur in Planung und Bau von Stahlwerken und Hochöfen in Deutschland, Indien und China
- seit 1998 bei der Degussa AG / spätere Evonik Industries AG
- von 1998 bis 2006 Mitarbeit und Leitung verschiedener Neu- und Umbau-Projekte an Standorten der Evonik Industries AG in Deutschland und Belgien
- von 2006 bis 2012 in Shanghai/China Leiter der Betriebstechnik der Evonik Multi User Site China (MUSC) im Shanghai Chemical Industry Park (SCIP)
- seit 2012 Leiter der Abteilung Technische Applikationen in der Service Unit „Process Technology & Engineering“, verantwortlich für die Bereitstellung und den Betrieb der für die Verfahrenstechnik und den Anlagenbau benötigten Softwareausstattung und IT-Infrastruktur

13:50 Uhr
Verkürzte Durchlaufzeiten in Planung und Fertigung durch integrierte Engineering-Software mehr
  • Wie werden Konstruktionswerkzeuge vernetzt
  • Ohne Stammdatenpflege keine  Industrie 4.0

Umsetzung der PLM-Landschaft bei Zeppelin Power Systems.
Welche Werkzeuge werden einegesetzt.
Wie werden die Stammdaten in allen Werkzeugen aktuell gehalten.
Wie können Stücklisten automatisch ableiten

Verkürzte Durchlaufzeiten in Planung und Fertigung durch integrierte Engineering-Software 
Referent: Feeko Harders | ZEPPELIN

Feeko Harders, geboren 1974 in Emden (Ostfriesland),
- seit 2013 Konstruktionsleiter bei Zeppelin Power Systems zudem Verantwortlich für die PLM-CAD Strategien, System,- und Prozessintegration
- 2010 – 2013 Teamleiter / CAD-PDM-PLM-IT bei der Firma SIAG Engineering GmbH
- 2002 – 2010 CAD–PC Anwender-, und Anwendungsbetreuung bei der Firma ThyssenKrupp Nordseewerke

14:20 Uhr
DEXPI als Basis für die Einführung eines Asset Lifecyle-Datenmodells mehr
DEXPI – Data EXchange in the Process Industry – ist eine Initiative der drei großen Prozessindustrie-Unternehmen BASF, Bayer Technology Services und Evonik. Ziel ist es, das Kompatibilitätsproblem zwischen CAE-Applikationen zu beheben. DEXPI arbeitet dabei zusammen mit den führenden internationalen CAE-Firmen, der internationalen ISO-Community und Forschungseinrichtungen an Lösungen auf Basis der ISO 15926. Der erste große Meilenstein – der komplette, intelligente R&I-Austausch – ist nun erreicht.
Der erste Schwerpunkt des Vortrages ist die Vorstellung und Analyse der fünf wesentlichen kritischen Erfolgsfaktoren der gemeinsamen Initiative: Einbindung der CAE-Firmen, Integration in die Normenwelt, Internationalität, Enabler für Industrie 4.0 und Know-How bei den beteiligten Personen und Unternehmen.
Der zweite Schwerpunkt ist die Darstellung des speziellen Nutzens für das Asset Life Cycle-Konzept in der Evonik. Es sollen dort nicht nur die von den CAE-Firmen erstellten Schnittstellenprogramme und Konfigurationen zum Einsatz kommen, sondern die DEXPI-Spezifikationen dienen gleichzeitig auch als Basis für die Einführung eines neuen umfassenden Asset Lifecyle-Datenmodells.

Referent: Dr. Hannes Richert | Evonik

- geboren 1968 in Hamburg
- verheiratet, zwei Töchter
- Hochschulabschluss als Dr.-Ing. Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg
- seit 1999 bei der Degussa AG / spätere Evonik Industries AG
- Projektingenieur & Projektmanager in der Planung und Abwicklung von Anlagenbauprojekten in der Spezialchemie
- Mitwirkung an Entwicklungs- und Harmonisierungsprojekten im Engineering-Software Bereich sowie an der IT-Strategie des Engineering-Bereiches

Referent: Jürgen Stienemeier | Evonik

- geboren 1967 in Dortmund
- verheiratet, zwei Töchter
- Hochschulabschlüsse als Dipl.-Ing. Elektrotechnik und Dipl. Wirtsch.-Ing.
- von 1992 bis 1998 bei der Mannesmann Demag Hüttentechnik als Projektingenieur in Planung und Bau von Stahlwerken und Hochöfen in Deutschland, Indien und China
- seit 1998 bei der Degussa AG / spätere Evonik Industries AG
- von 1998 bis 2006 Mitarbeit und Leitung verschiedener Neu- und Umbau-Projekte an Standorten der Evonik Industries AG in Deutschland und Belgien
- von 2006 bis 2012 in Shanghai/China Leiter der Betriebstechnik der Evonik Multi User Site China (MUSC) im Shanghai Chemical Industry Park (SCIP)
- seit 2012 Leiter der Abteilung Technische Applikationen in der Service Unit „Process Technology & Engineering“, verantwortlich für die Bereitstellung und den Betrieb der für die Verfahrenstechnik und den Anlagenbau benötigten Softwareausstattung und IT-Infrastruktur

14:50 Uhr
Pause/Networking und Besuch der Ausstellung
15:30 Uhr
Die virtuelle Prozessanlage - Im echten Leben gibt es keinen Reset-Knopf mehr
  • Wie Sie mit Simulation das Engineering und den Betrieb von Prozessanlagen verbessern können.

In dem Vortrag werde die Herausforderungen an das Engineering und den Betrieb von Anlagen, besonders unter Betrachtung des Megatrends der Digitaisierung aufgegriffen. Es wird herausgearbeitet welchen Nutzen Simulation im Lebenszyklus einer Prozessanlage bieten kann. Nachdem der heute Stand zur Nutzung von Simulation darstellt wurde, wird auf die Zielsetzung für die zukünftige Nutzung eingegangen. Die Zukunftsvision wird auf die heuteige Machbarkeit hin untersucht und das heute machbare vorgestellt. Der Vortrag schließt mit bereits realisierten Vorteilen durch die Nutzung von Simulation. 
Referent: Dr. Mathias Oppelt | Siemens

Dr. Mathias Oppelt ist Leiter des Simulation Centers für die Prozessautomatisierung bei der Siemens AG in Erlangen. Er ist hierbei für die Simulator-Projektabwicklung und die Produktentwicklung für das Simulationsportfolio SIMIT verantwortlich. Zuvor hat er in verschiedenen Funktionen bei Siemens im In- und Ausland gearbeitet, u.a. mehrere Jahre im Produktmanagement. Er ist stellvertretender Vorsitzender des VDI/VDE GMA Fachausschuss 6.11 „Virtuelle Inbetriebnahme“. 2015 hat er am Institut für Automatisierungstechnik der Technischen Universität Dresden erfolgreich seine Promotion abgeschlossen. Zuvor hatte er 2010 erfolgreich ein Diplom Studium in Mechatronik an der TU Hamburg-Harburg, sowie einen Master in Technologiemanagement am Northern Institute of Technology Management in Hamburg absolviert.

16:00 Uhr
Was kommt nach der End-to-End-Verschlüsselung? Sind Informationspartnerschaften die Lösung?
Referent: Prof. Dr. Leon Urbas | TU Dresden

Prof. Dr.-Ing. Leon Urbas ist Inhaber der Professur für Prozessleittechnik an der Technischen Universität Dresden. Nach dem Studium der Informationstechnik im Maschinenwesen an der TU-Berlin promovierte er bei Prof. Wozny zum Thema Operatortraining. Anschliessend war er drei Jahre bei einem führenden Hersteller von Spezialchemie im Bereich Prozessautomatisierung und Informationssysteme tätig. 2000 wurde er zum Leiter der von der VolkswagenStiftung finanzierten Nachwuchsforschergruppe „Bedienermodellierung in dynamischen Mensch-Maschine-Systeme“ an der Technischen Universität Berlin berufen. Dort rief er 2004 das durch die DFG geförderte Graduiertenkolleg 1013 prometei ins Leben und fungierte bis zur Annahme des Rufs an die Technische Universität Dresden als Sprecher des Kollegs und des Zentrums Mensch-Maschine-Systeme. Er arbeitet an formalen Informationsmodellen der Automation für die Digitale Anlage und ihrer Anwendung in dem modellgetriebenen Engineering von Unterstützungssystemen für das Engineering und den Betrieb von Anlagen der Prozessindustrie. Prof. Urbas ist Sprecher des GMA-Arbeitskreises 5.16 Middleware in der Automation, Mitglied des Beirats der processNet PAAT und Chefredakteur der apt edition – Automatisierungstechnische Praxis.

16:30 Uhr
Diskussionsrunde: Prozessindustrie 4.0 – und was machen wir nun mit den vielen Daten?
Referent: Feeko Harders | ZEPPELIN

Feeko Harders, geboren 1974 in Emden (Ostfriesland),
- seit 2013 Konstruktionsleiter bei Zeppelin Power Systems zudem Verantwortlich für die PLM-CAD Strategien, System,- und Prozessintegration
- 2010 – 2013 Teamleiter / CAD-PDM-PLM-IT bei der Firma SIAG Engineering GmbH
- 2002 – 2010 CAD–PC Anwender-, und Anwendungsbetreuung bei der Firma ThyssenKrupp Nordseewerke

Referent: Heiner Temmen | Evonik

Institution und Position:
Evonik Technology & Infrastructure GmbH, Process Technology & Engineering,
Senior Application Manager

Werdegang:
Studium Lehramt Sekundarstufe II für Mathematik und Geographie an der WWU Münster
1985 – 1988 Technische Informatik Continental AG Hannover; Programmierer
1989 – 1995 Kaufmännische Informatik Hüls AG; Datenbankadministrator
1996 – 2000 Technische Informatik Hüls AG; Datenbankadministrator
ab 2001 Technische Informatik Degussa / Evonik; Applikationsmanager

Arbeitsfelder:
CAE-Applikationen
Process to IT and IT to Investment Project
Evonik Plant Lifecycle Datenmodell
DEXPI und ENPRO Projekt
Internationale ISO 15926 Community

Referent: Jan Rougoor | Siemens AG
Referent: Prof. Dr. Leon Urbas | TU Dresden

Prof. Dr.-Ing. Leon Urbas ist Inhaber der Professur für Prozessleittechnik an der Technischen Universität Dresden. Nach dem Studium der Informationstechnik im Maschinenwesen an der TU-Berlin promovierte er bei Prof. Wozny zum Thema Operatortraining. Anschliessend war er drei Jahre bei einem führenden Hersteller von Spezialchemie im Bereich Prozessautomatisierung und Informationssysteme tätig. 2000 wurde er zum Leiter der von der VolkswagenStiftung finanzierten Nachwuchsforschergruppe „Bedienermodellierung in dynamischen Mensch-Maschine-Systeme“ an der Technischen Universität Berlin berufen. Dort rief er 2004 das durch die DFG geförderte Graduiertenkolleg 1013 prometei ins Leben und fungierte bis zur Annahme des Rufs an die Technische Universität Dresden als Sprecher des Kollegs und des Zentrums Mensch-Maschine-Systeme. Er arbeitet an formalen Informationsmodellen der Automation für die Digitale Anlage und ihrer Anwendung in dem modellgetriebenen Engineering von Unterstützungssystemen für das Engineering und den Betrieb von Anlagen der Prozessindustrie. Prof. Urbas ist Sprecher des GMA-Arbeitskreises 5.16 Middleware in der Automation, Mitglied des Beirats der processNet PAAT und Chefredakteur der apt edition – Automatisierungstechnische Praxis.

Referent: Michael Höchel | BASF

seit 11/2015: Projekt Digital Plant; Projektleiter seit 04/2016, BASF SE;
10/2010 bis 10/2015: Head of Engineering & Maintenance, BASF Lampertheim GmbH
10/2006 bis 09/2010: Senior Construction Manager, BASF SE
10/2003 bis 09/2006: Planungsmanager, BASF SE
04/2001 bis 09/2003: Instandhaltungsingenieur , BASF SE
09/1996 bis 03/2001: Entwicklungsingenieur, BASF SE
10/1992 bis 08/1996: Diplomstudium (FH) Verfahrenstechnik, Hochschule Mannheim

17:10 Uhr
Resümee World Cafés und Verabschiedung
17:30 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages
19:00 Uhr
Abendveranstaltung im Brauerei Gasthof Alter Kranen Würzburg mit Tischkicker Match

Donnerstag, 6. Oktober 2016

08:30 Uhr
Registrierung zum Technologietag und Besuch der Ausstellung
09:30 Uhr
Interdisziplinärer Impuls Wie lassen sich Entwicklungsprozesse durch Virtual Reality beschleunigen? mehr
  • Virtual Reality im Entwicklungsprozess bei John Deere
  • Zentrale Bedeutung der Verfügbarkeit von 3D-CAD Daten
  • Nutzen von VR für die digitale Transformation / Industrie 4.0

Im Vortrag wird der Produktentwicklungsprozess bei John Deere vorgestellt. VR hat bei John Deere ein lange Tradition. Von der Beteiligung in eimem EU Forschungsprojekt über die Anschaffung und Nutzung einer Powerwall bis zur Zusammenarbeit in der Nutzung einer 5 - Seiten CAVE gemeinsam mit der Hochschule Mannheim wurde VR im Entwicklungsprozess für die mittlere Traktrorenreihe vorangetrieben. Der Focus liegt dabei immer in der Verfügbarkeit der 3-D CAD Daten von Produkt und Fabrikanlagen um reibungslose Produktanläufe und Verbesserungen sicherzustellen.In der Diskkussion um Industrie 4.0 zeigt sich wie wichtig auch hier die Geometriedaten als Grundlage für den digitalen Zwilling sind um einen schnellen Einstieg in die digitale Transformation zu ermöglichen.
Referent: Paul Greif | John Deere

Paul Greif ist in der Abteilung Advanced Manufacturing Innovation verantwortlich für das Thema Digital Manufacturing. In dieses Aufgabengebiet fallen die strategischen Entwicklungen von John Deere zu Virtual Reality, Augmented Reality, Virtuelle Fabrik- und Werkzeugplanung. Herr Greif arbeitet an der Einbindung von digitalen Mensch-Modellen, diskreter Optimierung und Fabriksimulation in eine abgestimmte Strategie zur Transformation der John Deere Fabriken in die Industrie 4.0 Zukunft. Herr Greif ist hat einen Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur des KIT (ehemals Universität Karlsruhe). Seit 1985 durchlief Herr Greif bei John Deere mehrere Positionen in operativen und strategischen Bereichen der Logistik, Fabrik- und Arbeitsplanung mehrerer Fabriken und des Zentralen europäischen Ersatzteilelagers sowie der globalen JD IT-Organisation.

Session 1

10:10 Uhr

Session 1: Laserscanning
10:10 Uhr: Laserscanning in der Anwendung - von der realen Anlage ins CAD-Modell mehr
  • Scannen am Beispiel
  • Transfer ins CAD
  • Weiterarbeiten mit Punktwolken

Laserscanning im Anlagenbau erfordert eine hohe Anforderung unter Berücksichtigung der baulichen Gegebenheiten. Was ist beim Scannen wichtig, damit die nachfolgenden Bearbeitungsschritte sinnvoll abgearbeitet werden. Welche Bearbeitungsmöglichkeiten zur Erkennung von Geometrien und Körpern gibt es und welche sind sinnvoll. Dieser Vortrag soll ein Überblick zu Laserscanning im Anlagenbau am Beispiel der Autodesk-Welt verschaffen.
Referent: Alexander Seitz | A. Seitz Ingenieur

Herr Seitz ist Landschäftsgärtner, Diplom-Bauingenieur sowie CAD-Engineer und seit 2002 selbstständig im Anlagenbau als Planer, Supporter und Berater tätig. Mit der Anwendung Tachymeter und CAD konnten schon früh Erfahrungen gesammelt werden, bevor die Laserscanning-Methode gut anwendbar wurde. Seit 2013 engagiert sich seine Firma aktiv im Laserscanning. So wurden einige Aufträge vom Erfassen der Anlage bis hin zur Planableitung für Dokumentation und Neuplanung betreut und abgewickelt. Als Systemhaus für CAD im Anlagenbau ist die Betrachtung der Möglichkeiten und deren Realisierung ein wichtiger Aspekt der täglichen Arbeit.

10:40 Uhr: Pause/Networking und Besuch der Ausstellung
11:20 Uhr: Schneller von der Punktwolke ins CAD mehr
  • Überblick Laserscanning                                                                                                                  
  • Probleme beim Laden der gesamten Punktwolke ins CAD                                                                     
  • Anforderungen im Anlagenbau und der effektive Lösungsweg (Übertragen der Grundgeometrie, Störkonturen und/oder modellieren intelligenter Rohrleitungen/Stahlbauteile aus der rekonstruierten Punktwolke)                                                                                                                                      
  • Video vom Prozess.                                                                         
Referent: Ralf König | Scalypso

Studium Bauingenieurwesen Schwerpunkt Numerische Grundwassersimulation. 1999: 3D Laserscanning mit dem Callidus CPW3200 - Beginn mit der Entwicklung der Software Scalypso.

Referent: Tim Frie | CAD partner

Studium Saxion Hogeschool Enschede: International Business and Management. Bei CAD Partner Sales Manager für Smap3D Plant Design für den Anlagenbau.

11:50 Uhr: BIM im Anlagenbau - Ein neuer Prozess für mehr Effizienz mehr
  • Was bedeutet Building Information Modeling für den Anlagenbau?
  • Welchen positiven Einfluss hat die Nutzung von BIM Technologien auf die eigene Wertschöpfungskette?
  • Wie unterstützt dieser neue Prozess vergleichbare Unternehmen schon heute?

Wer kennt sie nicht, die üblichen Schlagworte: Effizienz-Steigerung, Kostensenkung, Effektivität, Vernetzung, usw. Nach einer kurzen Begriffsdefinition geben wir einen Überblick, welchen positiven Einfluss der Einsatz der BIM-Methodik auf die eigene Wertschöpfungskette haben kann („BIM“ steht für Building Information Modeling und beschreibt einen Prozess, bei dem ein intelligentes 3D-Modell erstellt wird, um fundierte Projektentscheidungen zu treffen und diese besser zu kommunizieren). Der Vortrag nutzt Beispiele aus der Praxis und beleuchtet unsere Ansätze aus den Bereichen Planung und Ausführung. Wir stellen Fragen und liefern die Antworten, z.B. „Wie wird das eigene Unternehmen beeinflusst?“ Abschliessend zeigen wir die Umsetzung dieser neuen Lösungsansätze an konkreten Kundenbeispielen und geben einen Ausblick in die nahe Zukunft – wie wir sie sehen.
Referent: Reiner A. Meyer-Rössl | Autodesk

Dipl.-Ing. Reiner Meyer-Rössl ist Senior Sales Development Manager des ENI Teams bei Autodesk. Mit der Akquisition der ACPlant Technologie kam er 2007 zu Autodesk. Zuvor war Hr. Meyer-Rössl geschäftsführender Gesellschafter der ACPlant Austria sowie Chairman der Flow Logic International USA. Deren Produkt ACPlant Designer bildet die Basistechnologie für die AutoCAD Plant 3D. Hr. Meyer-Rössl absolvierte das Studium der Technischen Physik an der TU Wien und ist ausgebildeter systemischer Supervisor und Coach.

Session 2

10:10 Uhr

Session 2: Wissens- und Projektmanagement
10:10 Uhr: Projektmanagement 4.0 Vom Digital Native zum Digital Naiv - Eine Philippika mehr
  • Wir fangen schon mal an ist die erste Fehlentscheidung im Projekt
  • Computer ersetzen kein fehlendes Wissen
  • Multitasking funktioniert nicht

Durch die vermehrte Digitalisierung des Projektmanagements zeigen sich zunehmend Mängel der Projektbeteiligten in der Projektabwicklung und Projektsteuerung.
Banale Grundsätze des Projektmanagements werden mehr und mehr ignoriert oder gleich gar nicht zur Kenntnis genommen.
Trotz hervorragender computergestützter Tools werden eklatante Mängel in der Projektsteuerung und im Engineering deutlich, die zu vermehrten Fehlern und dadurch zu Projektverlängerungen und Mehrkosten führen.
Die fehlende Bereitschaft Verantwortung für das eigene Tun und für das Team zu übernehmen führen immer wieder zu Missverständnissen und Fehlern.
Gängige Sätze wie: "Ich bin nicht zuständig" oder "Ich bin nicht verantwortlich" lassen erfahrene Projektleiter zunehmend verzweifeln.
Die Digitalisierung führt hierbei vermehrt zu Copy-Paste-Fehlern und ein Vertrauen auf die Bildschirminformationen anstatt sich auf den Baustellen oder in der Entwicklungsabteilung/Montage ein Bild vor Ort zu machen.
Referent: Gerhard Krug | Afinion Innovations

Gerhard Krug war sieben Jahre in einer großen Schweizer Projektmanagementfirma als Berater und in der EDV-Projektleitung tätig, bevor er sich 1993 auf diesem Gebiet selbstständig machte. Heute ist er europaweit als Projekt- und Teilprojektleiter in IT- und Investitionsprojekten für verschiedene Firmen tätig. Ebenso im Bereich der Qualitätssicherung, PMO und der Konsolidierung von Projekten in kritischen Phasen. Daneben schreibt er Bücher und Fachartikel zum Thema Projektmanagement mit dem Schwerpunkt - Der Mensch im Projekt- .

10:40 Uhr: Pause/Networking und Besuch der Ausstellung
11:20 Uhr: Qualifizierte As-Built-Dokumentation im Anlagenbau - Best Practice Beispiel Dürr Systems AG mehr
  • wie halte ich die As-Built-Dokumentation stets aktuell
  • Automatisierung der Dokumentationserstellung
  • Kundenbindung durch verbesserten After Sales Service und verbesserter Datenbereitstellung

Die Herausforderung für den Projektingenieur besteht darin, die Dokumente bei jeder Änderung auf dem aktuellen Stand zu halten. Jede Änderung im Anlagendesign und in den Basisdokumenten erfordert oft die Aktualisierung aller Dokumente. Zusammen mit Kunden wurde die Idee entwickelt, einen Dokumentenserver zu implementieren. Der Server ist automatisiert und wird zeitgesteuert oder über andere Programme aktiviert. Die zugehörigen Projektdokumente werden im Hintergrund erstellt. Dabei werden die Daten aus verschiedensten Datenquellen zusammengeführt. Die Daten können aus dem ERP-System, aus der Prozessleittechnik oder der Elektroplanung kommen. Zeichnungen, Stücklisten, Datenblätter, Funktionsbeschreibungen oder Anleitungen werden in den wichtigsten Zielformaten wie Visio, Word, Excel, PDF, DWG, TIFF, PNG oder JPEG ausgegeben. Zusätzlich können Anwender diese Serverfunktion nutzen, um ausgewählte Dokumente zu erstellen, ohne ihren Arbeitsfluss zu unterbrechen.
Referent: Thomas Klenge | DÜRR SYSTEMS AG

Thomas Klenge, Entwicklungsingenieur DÜRR SYSTEMS AG, Deutschland
- Studium der Verfahrenstechnik, Universität Stuttgart
- 1993 Diplomarbeit über Wärmeräder
- 1995 Entwicklungsingenieur im Bereich Engineering
- 2000 Keyuser SAP im Bereich Engineering
- Seit 2008 Qualifizierung zum Dürr-Fachtrainer

Referent: Wolfgang Welscher | X-Visual Technologies GmbH

Wolfgang Welscher, geschäftsführender Gesellschafter der X-Visual Technologies GmbH, Berlin. Als Diplom Ingenieur verbindet er das Prozess-Know-how eines Ingenieurs mit der langjährigen Berufserfahrung als Softwareentwickler. Von 1990 bis 1999 war er im Bereich Softwareentwicklung bei der KRONE AG tätig, wo er wertvolle Projekterfahrungen sammeln konnte. Seit über 15 Jahren entwickelt Herr Welscher Applikationen auf Basis von Microsoft Office Visio. Er hat sich auf die Erweiterung der bekannten Visio-Funktionen im Bereich des Engineering spezialisiert und bietet als Microsoft Certified Technology Specialist für Visio anwenderfreundliche Software-Lösungen für den komplexen Anlagenbau.

11:50 Uhr: Disrupt or be disrupted - Prozesstechnik auf dem Weg zur Intelligenten Anlage mehr
  • Digitale Transformation
  • Herausforderungen

In fast allen Branchen entsteht durch die Digitale Transformation ein tiefgreifender Veränderungsprozess von Funktionalitäten, Produkten und Leistungen und bildet im Zusammenhang mit zunehmender Durchdringungsgeschwindigkeit die Basis einer disruptiven Veränderung, sichtbar an Beispielen aus Mobilität (Connected Car), Medizin (Precision Medicine), Produktion (Industrie 4.0, 3D-Druck). In all diesen Bereichen betreten neue Player und neue Wettbewerber das Feld, erzeugen neue Geschäftsprozesse und neue Formen der Kundenbindung. Namhafte Firmen wie IBM, SAP oder Bosch entwickeln Plattformen zum Sammeln, Analysieren, Simulieren und Interpretieren von Daten, die z. B. über IoT erfasst werden. Noch bemerkenswerter aber ist die Tatsache, dass branchenfremde Firmen wie Google, Amazon und Microsoft in Märkte einziehen und sich maßgeblich an zentraler Stelle in die Wertschöpfungskette einklinken.
Referent: Peter Arzbach | SAMSON AG
Referent: Robert Diemer | deep innovation

Dr. Robert Diemer studierte Elektro- und Informationstechnik an der Technischen Universität München. Während seiner Promotion am Lehrstuhl für Realzeit-Computersysteme, ebenfalls an der TUM, beschäftigte er sich mit energiesparenden Sensor-/Aktor-Netzwerken, Realzeitaspekten bei µControllern und der Entwicklung innovativer Anwendungen in Zusammenarbeit mit der Vodafone Pilotentwicklung. Ab 2012 war er zusätzlich als Leiter der Entwicklung Eingebettete Systeme und Anwendungen bei der deep innovation GmbH tätig. Seit 2015 verantwortet er dort den Bereich Forschung und Entwicklung. Die deep innovation GmbH ist ein Think Tank für Innovationsprozesse mit dem Schwerpunkt Anwendung neuer Technologien und Digitale Transformation.

12:20 Uhr
Pause/Networking und Besuch der Ausstellung
13:20 Uhr
Siemens Live-Demo: Mit integriertem Engineering zur digitalen Anlage
Referent: Markus Kraus | Siemens AG
Referent: Thomas Bell | Siemens AG

Session 3

13:50 Uhr

Session 3: Anlagenbau 4.0
13:50 Uhr: Industrie 4.0: Die gegensätzlichen Interessen von Anlagenbauern und Betreibern - Kommunikation wider Willen? mehr
  • Opinion about Industry 4.0 standards
  • Understand the challenges for software interfaces and data architectures in Industry 4.0
  • Blueprint for your own Industry 4.0 strategy

Industry 4.0 requires the use of software and the exchange of data. Software leads to interfaces between different systems, which are often applied across companies and bring about integration on the value chain. Industry 4.0 is therefore cooperation and exchange of information between different companies. This gives rise to opportunities and risks. Data cannot be conceived without a data architecture, data management and data exchange formats. Industry 4.0 is also cooperation and exchange of information of software and hardware. This results in numerous options in terms of architecture and the exchange formats of data interfaces.

This presentation shows the co-operation and exchange of information of people in departments and companies as well as machinery and equipment from the perspective of a process simulator. A special focus is on the technical aspects of data exchange and data security ("Security by Design") and on the organizational aspect of data ownership ("Business Value Added"). 
Referent: Prof. Dr. Armin Fricke | Chemstations Europe GmbH

Managing Director of Chemstations Europe GmbH https://de.linkedin.com/in/arminfricke

14:20 Uhr: Die Digitale Anlage auf ihrem Weg in die Cloud mehr
  • Entwicklungen rund um die Cloud, um die Digitale Anlage langfristig effizient betreiben zu können
  • Welche Daten- und Informationsstandards sind notwendig?

Die Schlagworte „Industrie 4.0“, „Building Information Modeling“, „Digital Plant” oder allgemeiner ausgedrückt „Digital Asset” sind in aller Munde. Treibende Kraft hinter all diesen Entwicklungen ist die rasant zunehmende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Diese verändert nachhaltig die Art und Weise, wie zukünftig produziert und gearbeitet werden wird. Es entsteht eine Vision von intelligenten Fabriken, sogenannten „Smart Factories“, die ein Umdenken in vielen Bereichen erfordern wird.  
Technische Grundlage hierfür sind zunächst einmal digital vernetzte Systeme, mit deren Hilfe Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren können. Durch die Vernetzung der Arbeitsabläufe wird es zukünftig möglich sein, nicht nur einen Planungs- oder Produktionsschritt, sondern den gesamten Arbeitsablauf zu optimieren. Daraus ergeben sich dann neue, ganzheitlichere Ansätze im Umgang mit der Wertschöpfungskette, die wiederum die Wirtschaftlichkeit der Produktion steigern und damit die Unternehmen gezielt in ihrer Wettbewerbsfähigkeit unterstützen werden.
Als kleinster gemeinsamer Nenner dieser vernetzten Systeme können die Daten und die daraus entstehenden Informationen herangezogen werden. Der geflügelte Ausdruck m„die richtige Information, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort“ soll damit effektiv für alle Arbeitsabläufe umgesetzt werden. An dieser Stelle wird häufig eine Festlegung auf einheitliche „Daten- und Informationsstandards“ eingefordert, um die vernetzten Systeme überhaupt umsetzen zu können. Aber sind diese „Standards“ wirklich nötig? Und in welchem Umfang sind sie notwendig?
Diesen Fragen wollen wir nachgehen und dabei aufzeigen, welche Möglichkeiten es bereits heute gibt, über Daten und Informationen eine Digitale Anlage entstehen zu lassen. Darüber hinaus wollen wir uns die Entwicklung rund um die Cloud zunutze machen, um dann diese Digitale Anlage auch langfristig effizient betreiben zu können.

Referent: Klaus Soffried | AVEVA

Dipl.-Ing. Klaus Soffried & Norbert Frank (separates Dokument) Klaus Soffried hat Petroleum Engineering an der Montan Universität Leoben studiert und war nach seinem Studium 20 Jahre im Öl- & Gas-Geschäft tätig, darunter in Ländern wie Norwegen, Brasilien und Malaysia. Sein Hauptaufgabenbereich lag die ersten Jahre im Engineering für Tiefbohranlagen und später Produktionstechnik, darunter auch Optimierung der Produktionssysteme für FPSOs. Über die letzten Jahre hat er sich zunehmend mit der Integration von Daten und Systemen im Upstream-Bereich auseinandergesetzt, vor allem bei großen integrierten Ölkonzernen wie Statoil, Shell und Petrobras. Seit 2016 ist Klaus Soffried bei der AVEVA GmbH als Senior Sales Manager tätig und beschäftigt sich neben der Betreuung bestehender Kunden vorwiegend mit neuen Geschäftsbereichen rund um die Digitale Anlage.

Referent: Norbert Frank | AVEVA

01.03.1999: FRANK CAD-Consulting, CAD-Dienstleistung im Chemie- und Pharma-Bereich
01.01.2000: Vorstand der PTI-AG Generalplanung
01.01.2007: Technischer Mitarbeiter / Leitender Angestellter Ingenieurbüro Kunkel
01.10.2010: AVEVA-Mitarbeiter als Technical Consultant (OO/EPC)

14:50 Uhr: Why do capital projects struggle to deliver the required engineering information to operations? mehr
This is a recurring theme within our industry. Most people would agree that a capital project is put in place to deliver an asset to a specification for a price and schedule. I would like us to consider adding “engineering information to a specification” to this statement.  
It is not unusual for the handover of engineering information to slow and often incomplete. This poor handover of engineering information has led to:
•    Delayed start-up of process plant
u•    Non Compliance leading to shut downs
•    Low productivity as staff search for critical data and then store it in their own silo if found
•    Re-active initiatives costing millions of dollars to find, check and store information

Engineering information requirements are similar around the globe and across industry sectors. If only the same specification could be used consistently, capital projects and their supply chains would be enabled to provide the correct information to their clients.
Datum360 have now worked with many owner operators and industry standards, such as; CFIHOS (Capital Facilities Information Handover Specification), ISO15926, BIM etc.
In this workshop hope to interactively de-mystify how an organisation can build an EIS based upon standards and pragmatic experience.
Datum360 will present their experiences of building engineering information specifications, how they have been implemented, and the efficiencies that this brings.

Referent: Steve Wilson | Datum 360 Software

He is a leading Information Management expert and a qualified Mechanical Engineer. With over 20 years’ experience working with engineering information in the process industries; he has in-depth experience of working with contractors and operators over many years and good understanding of business process needs and system requirements. As co-founder of Datum360, Steve is now working with clients around the world to help deliver the company vision of Engineering Information as it should be! Specialties: Extensive PLM knowledge. Good knowledge of key industry software. Consultancy experience covers client surveys and system technical assessments, workshop facilitation together with IM strategy and system architectural recommendations for effective information deployment.

Session 4

13:50 Uhr

Session 4: Zukunftssichere Daten- und Dokumentenbereitstellung
13:50 Uhr: Die große Herausforderung „Information-Handover“ mehr
  • Minimieren der Kosten bei Datenübernahme durch Einsatz neuerster Technologie
  • Schnelle Bereitstellung von validierten Anlageninformationen um Anlagenintegrität zu gewährleisten

Welchen Einfluss hat eine schlecht umgesetzte Datenübernahme? Diese Frage wurde kürzlich Industrie Experten von Anlagenbetreibern in einer Meinungsumfrage gestellt. Zusammenfassend war das Ergebnis, dass schlechte Qualität von Anlageninformation unmittelbaren Einfluss auf Projekte und den Anlagenbetrieb hat.
Datenübernahme ist üblicherweise keine einmalige Aktivität und findet in den unterschiedlichsten Formen im Lebenszyklus einer Anlage statt. Bereits bei Neuplanungen von Anlagen kommt es in den unterschiedliche Projektabschnitten zu einem stetigem Informationsfluss zwischen den beteiligten Kontraktoren und Betreiber. Das geht bis hin zum finalen Handover der As-Built Dokumentation zum Betreiber. Aber auch bei Bestandsanlagen mit Jahrzehnte langem Betrieb ist Datenübernahme in Form von Altdatenerfassung und –migration notwendig, um eine effiziente Planung von Erweiterungsprojekte und einen sicheren Weiterbetrieb der Anlage zu gewährleisten.
Dabei handelt es sich üblicherweise um eine große Anzahl von Daten und Dokumenten, die über den Anlagenlebenszyklus von unterschiedlichsten Kontraktoren, in einer Vielzahl von Formaten erstellt worden sind. Nun gilt es daraus die notwendige Dokumentation zu ermitteln, auf Vollständigkeit zu prüfen und schließlich in ein Zielsystem zu migrieren. Das stellt eine große Herausforderung für Anlagenbetreiber dar.
Mit welchen Lösungen Intergraph diese Herausforderung adressiert, erfahren Sie in diesem Vortrag.
Referent: Andreas Glunz | Intergraph PP&M Deutschland GmbH

Andreas Glunz ist studierter Informatiker mit Abschluss an der Technischen Universität München. Integrierte Systeme, speziell im Gesundheitswesen, waren schon während seines Studiums ein tragender Baustein. Dies erweiterte er als Freiberufler in verschiedenen Projekten im Bereich Public Safety und der Prozess Industrie. Seit 2011 ist Herr Glunz Mitarbeiter der Intergraph PP&M Deutschland GmbH im Information Management Team und unterstützt Kunden bei der Konzeption, Einführung und Anpassung von Intergraphs PP&M Lösungen. Die Integration unterschiedlicher Software Produkte und der Informationsaustausch zwischen den Gewerken liegen dabei klar im Fokus. Andreas Glunz verfügt über 7 Jahre praktische Erfahrung in nationalen und internationalen Projekten im Bereich Information Management und Integration.

Referent: Rainer Pittnauer | Intergraph

Rainer Pittnauer hat Elektronik mit Schwerpunkt Meß-, Steuer- und Regelungstechnik an der Fachhochschule Technikum Wien studiert. Seinen beruflichen Werdegang begann er 2002 bei Borealis in der MSR Abteilung am Standort Schwechat in Österreich. In weiterer Folge war er in unterschiedlichen Positionen in Projekten in Europa und mittleren Osten mit Fokus Prozess Automatisierung für Borealis tätig. Seit 2011 ist Rainer Pittnauer Mitarbeiter von Intergraph PP&M wo er zunächst im Bereich Services für Projektimplementierungen im Information Management Segment in der DACH Region zuständig war. Derzeit ist Rainer als Business Development Consultant für die Information Management Lösungen in der EMIA Region verantwortlich.

14:20 Uhr: Die App für ein immer aktuelles digitales Anlagenmodell mehr
Anlagenlieferant/Maschinenlieferant oder Betreiber einer Anlage?

Bezüglich einer, auf den LifeCycle eines Investments ausgerichteten, benutzbaren aktuellen Dokumentation, finden wir auch heute eine Landschaft verschiedener Systeme, Quellen und nicht abgestimmter Workflows vor.

In großen Projekten sind neben Engineering-Dienstleistern verschiedene Kontraktoren und Lieferanten involviert. Die Ziele neben der vertragsgerechten Errichtung einer Anlage sind u.a. die effektive Lieferung einer As-Built Dokumentation zur Projektübergabe.

Idealerweise folgen alle Dokumentationslieferanten den Vorgaben der Betreiber.

Meist jedoch stehen die Endkunden der Projekte vor einem Sammelsurium an Dokumenten und Formaten, mit dem nun der effektive Betrieb der Maschine oder Produktionsanlage organisiert werden muss.

Dieses Dilemma herrscht nach wie vor. Es gibt die Kluft zwischen den Interessen in kapitalintensiven Projekten und den Bedürfnissen eines Anlagenbetreibers während der jahrzehntelangen Lebensdauer seines Investments.


Um die Akzeptanz für eine solche Lösung zu erreichen, muss man den verschiedenen Anforderungen im Workflow Rechnung tragen und eine den Aufgaben entsprechende intuitive Schnittstelle schaffen.


Wir zeigen Ihnen vielfältige Nutzen einer smarten Lösung, welche in jedem Abschnitt des Anlagenzyklus oder integrierend über den gesamten LifeCycle zum Einsatz kommen kann.

Referent: Christian Stolz | Rösberg Engineering
14:50 Uhr: „Braucht das noch wer oder kann das weg?“ – Vorgehensweisen und Herausforderungen zur Digitalisierung von Bestandsdokumenten mehr
Heutzutage wird von Anlagenbetreibern immer mehr Flexibilität und Schnelligkeit erwartet. In Zeiten knapper Margen und strenger Lieferverpflichtungen sind Ausfälle und Stillstände immer schwieriger abzufangen. Dazu werden Anlagen in immer kürzeren Zyklen modernisiert, überarbeitet und optimiert. Für diese Aufgaben und die alltägliche Wartung und Instandhaltung sind korrekte und aktuelle Informationen über die Anlage unerlässlich.

Digitalisierung und Industrie 4.0 sind da doch passende Antworten. Wenn die Anlage digitalisiert ist, alles in die IT-Systeme eingebunden, läuft das doch von ganz alleine. Doch in der Realität ist das natürlich nicht ohne weiteres möglich. Viele Anlagen wurden errichtet, als Digitalisierung noch überhaupt kein Thema war. Bestehende Anlagen können weiterhin nicht einfach mal eben neu errichtet werden, um sie auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Also, was tun? Ein pragmatischer Weg kann es sein, Informationen über die Anlage elektronisch zur Verfügung zu stellen. Das Ziel hierbei ist es also nicht, die Anlage voll zu digitalisieren, sondern die bereits vorhandenen Informationen aufzubereiten, so dass sie schnell und einfach für alle Beteiligten zur Verfügung stehen. Für die Dokumentverwaltung gibt es etablierte Systeme, die sowohl lokal als auch als Cloud-Lösung genutzt werden. Die Digitalisierung der Altdaten ist dabei eine spannende Herausforderung. Der Vortrag zeigt insbesondere auf, welche Aspekte dabei beachtet werden sollten und vermittelt praxisbewährte Vorgehensweise, wie ein solches Projekt angegangen werden kann.

Der Vortrag geht dabei auf folgende Aspekte ein:
  • Digitalisierung umfangreicher Bestandsdokumentation im Papierformat – Aufwand, Vorgehen, Rechtssicherheit
  • Umgang mit dem bestehenden digitalen Wildwuchs – Chaos im Netzlaufwerk und E-Mail-System
  • Best Practices zur Einführung eines Dokumentenmanagementsystems für Anlagenbetreiber.

Die Zuhörer erhalten durch den Vortrag Impulse, Ideen und Anregungen, wie Industrie 4.0 und die Digitalisierung auch in bereits bestehenden Anlagen Schritt für Schritt Einzug halten kann. Durch Erfahrungsberichte aus der Praxis werden praktikable und sinnvolle Wege aufgezeigt, wie ein Anlagenbetreibern den täglichen Herausforderungen effektiver begegnen kann.
Referent: Patrick Carl | COI

Patrick Carl arbeitet seit 1999 bei der COI GmbH. Dank seiner mehrjährigen Tätigkeit im Consulting blickt er auf viele erfolgreich durchgeführte ECM-Projekte bei unterschiedlichen Kunden zurück. Seit 2012 leitet er das Competence Center Maschinen- und Anlagenbau & Engineering. Herr Carl verantwortet das Produktmanagement der Branchenlösungen der COI und die Akquise und Betreuung von Kunden der Zielbranchen. Die Optimierung der betrieblichen Prozesse mit Hilfe von ECM-Systemen steht für ihn im Vordergrund.

15:20 Uhr
Zusammenfassung und Verabschiedung
15:30 Uhr
Ende der Veranstaltung

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